Steckbriefe unserer Mohren:
Mit diesen Steckbriefen unserer Mohren möchten wir den Unterschied der einzelnen Tiere zum Ausdruck bringen. Es gibt zwar gewisse Eigenschaften und Neigungen, die sicherlich allgemein den Mohren zuzuordnen sind, aber jeder Mohr hat doch sein spezielles Wesen und somit auch seine persönlichen Bedürfnisse.
Jerry - der Boss
Jerry ist der größte Mohrenkopf in unserer Vierer-Bande. Er hatte sich schon
gegenüber Tom durchgesetzt und jetzt muss auch Kiwi ihm "gehorchen".
Allerdings lässt er Kiwi auch viel gewähren, nur wenn er eben dahin will, wo
sie sitzt, muss sie den Rückzug antreten.
Jerry hat von allen vieren das kleinste grüne Brustdreieck, ganz im Gegensatz
zu Kiwi, bei der das Grün fast bis zum Schwanz durchgehend ist. Außerdem liebt
er getrocknete Bananenchips, aber auch alles an Obst, was wir Jerry und Kiwi
anbieten, wird von beiden verschlungen. Sie sind nicht so wählerisch wie Tom
und Mori, die schon mal das eine oder andere liegen lassen.
Auch spaziert Jerry - ebenso wie Kiwi - gerne auf dem Volierenboden herum auf
der Suche nach etwas Leckerem. Dabei hat er jetzt entdeckt, dass es sehr viel
Spaß macht, die Papierschichten, die auf dem Volierenboden liegen, zu
zerfetzen. Ansonsten spielt und klettert Jerry nicht so viel wie Kiwi. Er sitzt
des öfteren auf seiner bevorzugten Sitzstange und beobachtet aufmerksam das
Geschehen. Auch er ist neugierig, aber immer überwiegt noch die Scheu vor neuen
Dingen, er benötigt eine gewisse Zeit, um sich z. B. an ein neues Spielzeug zu
gewöhnen, während Kiwi schon längst darauf rumturnt.
Tom - der Ängstliche

Tom (auch genannt Tommi) ist der ängstlichste aus der Gruppe. Uns gegenüber
ist es schon zutraulicher geworden und verdrückt sich nicht immer gleich auf
"seine" Sitzstange, anders ist dies aber wenn Fremde ins Zimmer kommen
- dann überwiegt die Scheu. Auch bei ungewohnten Situationen verfällt Tom
schon mal leichter in Panik.
Tom spielt und klettert ebenfalls weniger - genau wie Jerry. Aber wir haben
schon bemerkt, dass er versucht, die waghalsigen Kletteraktionen von Mori
nachzumachen. Leider verlässt ihn dabei ab und an der Mut und er hängt
unbeholfen an einem Spielzeug oder macht einen Rückzieher.
Tom und Mori sind ein sehr ausgewogenes Paar, d. h. keiner hat ständig das
Sagen, sondern mal setzt Tom sich durch und mal wiederum Mori. Tom ist leider -
im Gegensatz zu unserer "Ente" Mori - etwas wasserscheu und versucht
nicht, im Trinknapf zu baden. Auch das Besprühen mit der Blumenspritze findet
er nicht so klasse und lässt es eher widerwillig über sich ergehen. Leider ist
Tommi so verliebt in seine Mori, dass er auch noch den Kopf zum Kraulen hinhält,
wenn sie ihm vor lauter Übermut einige Federn ausreißt. Wenn etwas ganz
besonders Leckeres auf dem Volierenboden liegt, kann man auch Tommi auf dem
Boden beobachten. Und auch Tom hat leider entdeckt, dass man das Papier
auf dem Boden schön zerfetzen kann.
Mori - die Waghalsige
Mori ist - genau wie Kiwi - eine Handaufzucht und einen Monat älter als
Kiwi. Mori hat vor nichts Angst. Das zeigte sich schon, als sie nach dem
Transport vom Züchter aus der Box krabbelte und gleich ganz ruhig auf unseren
Fingern Platz nahm, als wäre sie schon immer bei uns gewesen. Ein neues
Spielzeug wird sofort untersucht und benagt und hält man Mori etwas Neues vor
den Schnabel, wird es gleich "getestet". Auch landet sie überall und
vor allem kann sie die waghalsigsten Flugmanöver fliegen. Kein Problem, wenn
mal eine Tür nur einen Spalt geöffnet ist - dann werden eben für den
Durchflug die Flügel eingezogen und weiter gehts. In der Voliere wird
geklettert und geturnt was das Zeug hält und rutscht sie einmal ab oder hängt
nur noch an einer Kralle, wird zwischendurch noch locker gepfiffen. Mori kann
als einzige der 4 einige Pfiffe nachmachen, was sie besonders gerne morgens
unter Beweis stellt. Bis vor kurzem war es aber ausgerechnet die mutige Mori,
die sich als Einzige noch nicht auf den Volierenboden traute.
Teilweise hegten wir schon den Verdacht, dass Mori unter ihren Vorfahren eine
Ente haben muss, weil sie so gerne badet - aber bitte nur im Trinknapf! - und
auch sehr gerne mit Wasser spielt bzw. Sachen einweicht. Mori ist ein ziemlich
leiser Vogel, schrille Rufe hört man vor ihr sehr selten.
Mori ist im Gegensatz zu Kiwi auch Fremden gegenüber freundlich und zutraulich
- allerdings nur außerhalb der Voliere, drinnen "verteidigt" sie ihr
Revier. Sie und Tom sind ein Paar und füttern und kraulen sich gerne.
Allerdings übertreibt Mori es manchmal und rupft dem armen Tom bei der
Gefiederpflege gerne mal eine Feder aus. Auch versucht sie gerne, Tom die
ergatterten Leckerbissen abzujagen.
Kiwi - die Freche
Kiwi ist die jüngste (geschlüpft im März 2000) und
kleinste in unserer Mohrengruppe. Das gleicht sie aber durch Frechheit mehr als
aus. Kiwi kann unheimlich süß gucken, hat es dabei aber faustdick hinter den
Ohren und man sollte sich nicht täuschen lassen. Jerry lässt sich ziemlich
viel von ihr gefallen, allerdings wenn es ihm zu bunt wird, wird Kiwi auch schon
mal verscheucht. Aber sie darf zuerst fressen, darf überall sitzen und hat ihm
auch schon einmal dreist ein Stückchen Apfel aus dem Schnabel geklaut. Jerry
war bei so viel Frechheit ganz verdattert.
Ganz verzückt ist Kiwi, wenn sie von Christoph gekrault wird - leider übernimmt
Jerry das noch nicht. Aber wehe es versucht jemand anders, Kiwi zu kraulen, dann
kann auch schon mal Blut fließen. Kiwi "gackert" gerne vor sich hin,
bevorzugt wenn alle anderen "Siesta" halten und es ruhig ist. Sie
badet gerne im Trinknapf oder legt sich auch mal auf dem Rücken in ihre Körnerschale.
Kiwi ist unheimlich neugierig und kommt sofort ans Gitter, wenn man staubsaugt
oder versucht, das Gitter zu reinigen. Andererseits ist sie aber doch neuen
Dingen gegenüber erstmal vorsichtig und misstrauisch.
Kiwi kann wunderbar schräg pfeifen - man sollte eher "quietschen"
dazu sagen. Auch tappt Kiwi - genau wie Jerry - gerne auf dem Boden der Voliere
rum auf der Suche nach runtergefallenen Leckerbissen.
05.08.2002
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