Natürlich ist inzwischen einiges Neues passiert. Wir sind schon häufiger auf Freiflug gewesen und abends sind wir dann immer brav in den Käfig zurückgeflogen. Am besten gefallen uns diese Sitzäste über den Fenstern. Da kann man immer so schön runter ........!
Vor ein paar Wochen wollten wir aber nicht mehr zurück in unseren Käfig. Mit dem Fressen haben wir das dann ganz schlau gemacht. Einer von uns hat auf dem Käfig gesessen und der andere konnte sich in aller Ruhe satt fressen. So haben wir das dann zwei Tage abwechselnd gemacht. Irgendwann konnten wir uns dann nicht einig werden wer zuerst fressen darf und da waren wir dann beide im Käfig. Kaum wollte Christoph den Käfig schließen, da sind wir aber ganz schnell wie die Pfeile aus dem Käfig geflogen.
Wenn wir so frei rumfliegen, haben wir noch ganz viel Angst. Wenn jemand dichter als zwei Meter an uns ran kommt, dann hauen wir ganz schnell ab. Aber zwei Tage später wurden wir dann doch wieder eingesperrt. Wozu wohl dieses Band an der Klappe vom Käfig war? Na ja auf jeden Fall war die Tür auf einmal zu.
Seitdem durften wir nicht wieder raus. Obwohl so ganz richtig ist das auch nicht, denn seit ein paar Tagen haben wir einen neuen Käfig. Das war auch richtig spannend. Wir sind einfach von dem alten Käfig in den neuen gekrabbelt. Der ist ganz schön groß!
Unsere Pfleger reden immer ganz viel mit uns, aber Angst haben wir immer noch. Nur wenn eine Hand mit leckerem Apfel oder Karotte zu uns in den Käfig gesteckt wird, dann sind wir ganz mutig und fressen sogar aus der Hand.
Wer kann uns einen Tip geben, wie wir unsere Angst verlieren? Unsere Pfleger sind aber auch fast den ganzen Tag unterwegs. Die sagen immer sowas wie "Bis heute abend Quitschies, wir gehen jetzt zur Arbeit". Wenn die wieder nach Hause kommen, bekommen wir meistens leckeres Obst oder auch mal Nüsse.
Fortsetzung folgt.................
28.06.1999
Es sind wieder einige Monate vergangen und Tom und Jerry haben die Aufregungen der ersten Freiflüge schon längst vergessen. Die Beiden lassen sich im Käfig mittlerweile aus der Hand füttern, sind aber dennoch nicht zahm. Die Flucht in den hinteren Käfigbereich wird meistens noch praktiziert, allerdings gibt es jetzt schon häufiger Ausnahmen. Beim Freiflug sind sie um einiges scheuer und man kann sich nur auf max. 2 Meter Abstand nähern. Meistens fliegen sie ein paar Runden von Gardinenstange zu Gardinenstange dann wird sich ausgeruht, ohne das ganze Zimmer näher zu erkunden. Der Freisitz wird als letzte Station vor dem Käfig von ihnen gewählt. Da sie nur abends, wenn sie Hunger bekommen in den Käfig zurückkehren, ist leider nur am Wochenende der beaufsichtigte Freiflug möglich. Das tägliche Training mit einer in der Hand gehaltenen Sitzstange im Käfig ist leider noch nicht sonderlich erfolgreich gewesen.
Es verläuft nicht immer alles so wie man es sich wünscht...........
Vor ungefähr zwei Wochen brach zwischen den beiden ein heftiger Streit aus, wobei Tom eindeutig den Kürzeren zog. Bis auf ein paar ausgerissene Federn und eine kleine Verletzung der Wachshaut ist es zum Glück glimpflich verlaufen. Da Tom jetzt große Angst vor Jerry hat, mussten die Streiter getrennt werden. Auch der Versuch sie nach einer guten Woche wieder zusammenzubringen, scheiterte an dem Angstverhalten von Tom. Tom flüchtete immer vor Jerry, obwohl dieser ihn nicht angegriffen hatte. Da wir die "Sprache" unserer Tiere nicht verstehen, ist für deren jetziges Verhalten kein offensichtlicher Grund zu erkennen. Wir vermuten zur Zeit, dass es mit der erreichten Geschlechtsreife zusammenhängt und müssen jetzt erst einmal das Geschlecht von Tom & Jerry bestimmen lassen. Dieses werden wir anhand einer DNA-Analyse aus einer Feder ermitteln lassen. Zu unserem Glück hat gerade heute Tom eine große Schwungfeder verloren, so dass wir wohl in einer Woche wissen werden ob Tom den richtigen Namen zu seinem Geschlecht bekommen hat.
Über Berichte ähnlicher Verhaltensweisen bei Euren Tieren würde ich mich sehr freuen.
08.12.1999
Die Geschlechtsbestimmung von Tom ist erfolgt und es hat sich rausgestellt, dass er den richtigen Namen erhalten hat. Er ist ein Männchen. Jerry hat uns leider noch nicht den Gefallen getan, uns eine Feder zu überlassen.
19.12.1999
Seit letzter Woche hat Tom nun auch einen großen Käfig. Nachdem
der Käfig mit Naturästen als Sitzstangen und allerlei Spielzeug ausgestattet
wurde, haben wir ihn erst mal in die Nähe von Tom´s alten Käfig gestellt,
damit er sich schon einmal damit vertraut machen konnte. Der eigentliche
Transfer ging recht einfach. Den alten und den neuen Käfig mit den Türen
aneinander gestellt, und keine 5 Minuten später war Tom im neuen Heim. Die
Eingewöhnung ging sehr schnell und er klettert schon recht sicher umher.
Die Geschlechtsbestimmung von Jerry fehlt immer noch, aber er verliert einfach keine große Feder. Da aber Tom nach längerer Zeit auch erst heute gerade eine verloren hat, geben wir die Hoffnung nicht auf.
Wir wollen als neue Partner der beiden gerne Handaufzuchten haben, mit dem Wunsch dass dadurch auch Tom & Jerry zutraulicher werden.
16.01.2000
Heute war es endlich soweit: Jerry hat eine schöne große Feder verloren, die wir natürlich gleich morgen zur DNA-Analyse einschicken werden. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie gespannt wir sind. Nächste Woche könnt Ihr hier lesen, ob Jerry Männchen oder Weibchen ist.
Übrigens ist jetzt auf meiner Seite ein Papageien-Forum entstanden, ich hoffe sehr, dass dieses gut angenommen wird.
24.01.2000
Das Ergebnis der DNA-Analyse ist soeben eingetroffen. Auch Jerry ist wie bereits vermutet ein Männchen. Ab sofort sind wir auf der Suche nach geeigneten Damen für unsere Hähne. Wir hoffen, auch eventuell über diesen Weg geeignete Partner für Tom&Jerry zu finden.
Die Beiden werden bei ihren leider nur gelegentlichen Freiflügen immer gerissener, was die abendliche Rückkehr in den Käfig betrifft. Sie können mit einer wirklich unglaublichen Geschwindigkeit ihren Käfig wieder verlassen. Wenn man ihnen aber für nachts das Licht anlässt, gehen sie irgendwann zum Schlafen in den Käfig und in den frühen Morgenstunden kommt der Christoph und sperrt die Tür zu. Funktioniert ganz gut aber in ein paar Monaten kommt der Sommer und es ist morgens wieder zu hell im Zimmer.......
02.02.2000
Jerry ist in den letzten Wochen richtig mutig geworden.
Noch vor drei Wochen ist er immer in seine Schutzhaltung geflüchtet, wenn sich
jemand seinem Käfig näherte. Nachdem er dann plötzlich abends wenn er müde
wurde damit aufgehört hatte, ist es jetzt auch tagsüber immer häufiger zu
beobachten. Er beobachtet zwar sehr genau alles was so um ihn herum passiert,
zeigt aber keine große Angst mehr.
Beim Füttern im Käfig mit leckeren Sachen, liebt er es auch, wenn sein
Schnabel vorsichtig gestreichelt wird. Falls man allerdings versuchen sollte,
oben auf dem Kopf zu streicheln, droht er sofort oder versucht sonst auch zu
beißen. Beim Streicheln am Schnabel sollte man aber trotzdem seine Augen
beobachten, denn wenn er anfängt seine Pupillen zu verkleinern, ist es ein
Zeichen, dass er nicht mehr mag und dann höre ich sofort auf. Wenn er seinen
guten Tag hat, leckt er auch schon mal an meinem Finger, aber dann hat er
wirklich einen guten Tag...... Aber ich denke, dass ich so langsam Vertrauen zu
Jerry aufbauen kann. Bei Tom sind die Fortschritte nicht ganz so deutlich. Er
ist schon immer auf der Sitzstange sitzen geblieben, krallt sich aber bei Gefahr
mit einem Fuß an die Gitterstäbe. Das kann man allerdings auch nicht mehr sehr
oft beobachten. Er nimmt auch Futter aus der Hand an, ist aber im Vergleich zu
Jerry dabei wesentlich hektischer. Bei Nüssen versucht er einem auch immer
gleich die ganze Nuss aus der Hand zu zerren. Streicheln lässt Tom sich
allerdings nicht, da wir ihn auch nicht bedrängen wollen, versuchen wir es auch
nur alle paar Wochen mal. In letzter Zeit kommt es nun vor, dass er beim
Abbeißen auch mal meinen Finger mit einbezieht. Sollten dieses seine ersten
Annäherungen sein?
09.03.2000
Die erste Mohrendame ist zu uns gekommen! Nach Wochen der Suche, haben wir jetzt eine Handaufzucht bekommen. Wir haben uns auf eine Warteliste beim Züchter eintragen lassen. Vor ca. 12 Wochen sind die Babys geschlüpft und wurden dann ab dem 7. April von Hand aufgezogen. Dieses erfolgte natürlich in der Gruppe, so dass möglichst ein natürliches Sozialverhalten entwickelt wird. Leider war in dieser Gruppe nur eine Henne dabei........
Wir haben also gestern unsere erste Henne beim Züchter
abgeholt. Die Fahrt dorthin haben wir in 5 Stunden geschafft und waren gegen 11
Uhr dort. Er hat uns seine Zuchtanlage gezeigt und wir sind zu dem Ergebnis
gekommen, dass es eine sehr gute Wahl von uns war. Der Züchter ist sehr
liebevoll mit allen Papageien umgegangen und auch die Zuchtpaare die wir sehen
konnten, waren nicht scheu und dem Züchter gegenüber sogar anhänglich. Nach
2,5 Stunden haben wir uns dann mit der Henne auf den Rückweg gemacht, wir sind
sehr gut zurückgekommen und waren "nur" 4,5 Stunden unterwegs. Die
kleine Mohrendame hat das Ganze sehr gut mitgemacht. Am Anfang der Fahrt hatte
sie noch versucht oben aus dem Transportkarton zu krabbeln und turnte recht viel
umher, aber irgendwann wurde sie wohl zu müde und saß zufrieden auf dem Boden.
Zu Hause angekommen haben wir sie dann in ihren Käfig gesetzt, wobei sie erst
einmal mit uns rumspielen wollte. Ein angebotenes Apfelstückchen und Karotte
wurden sofort von ihr verspeist. Das Körnerfutter rührt sie allerdings nicht
an. Sie sitzt! gerne in dem Napf und schmeißt auch schon mal was raus, aber
fressen mag sie das noch nicht so recht. Heute Morgen haben wir ihr ein wenig
Pistazie geben können und wenn die Körner von uns "gepuhlt" werden,
frißt sie auch diese. Übrigens hat sie natürlich auch gleich einen Namen
bekommen und zwar MORI.
Sie klettert gerne an uns herum und die ersten Flugmanöver klappen eigentlich
auch recht gut. Im Käfig fliegt sie schon von Ast zu Ast und aus der Hand
startete sie heute wie ein Hubschrauber so etwa einen halben Meter nach oben und
setzte danach wieder zu einer Landung auf dem Arm an, die auch sauber geklappt
hatte.
Tom & Jerry beobachten das Ganze noch recht misstrauisch. Jerry ist relativ
scheu momentan und Tom scheint sich gleich in Mori verguckt zu haben. Beide
ziehen vor der Dame immer mal wieder eine kleine Show ab, in der gezeigt wird,
was sie so alles können.
Die ersten Bilder von Mori sind auf meiner Seite "Bilder" zu finden.
In den letzten Tagen ist ist meine neue Rubrik über den Loro Parque entstanden. Aus momentanem Zeitmangel ist diese Seite leider noch nicht ganz fertig, aber ich denke, dass der jetzige Inhalt schon recht interessant ist.
29.05.2000
Der erste Tierarztbesuch mit Mori musste überraschend vor vier Wochen gemacht werden. Mori ist wie schon so oft zuvor zu Jerry auf den Käfig geflogen und da in diesem Moment wohl die "falsche" Rangordnung bestand, wurde sie sofort in den Fuß gebissen. Im ersten Moment sah es für mich nicht gerade ernsthaft aus, zumal Mori auch nicht von Jerrys Käfig wegflog. Als ich dann aber Mori auf meine Hand nahm, sah ich dass sie stark an einer Zehe blutete und die Kralle auch völlig verdreht hing. Mit dieser Situation hatte ich nun gar nicht gerechnet und so rief ich sofort bei meinem Züchter an und suchte außerdem die Telefonnummer von einem Tierarzt in unserer Nähe. Da sich die Schwere der Verletzung nicht richtig beschreiben ließ, sind wir schnell zum Arzt gefahren (Samstags um 13.30 Uhr!!). Der Tierarzt kürzte die Kralle stark ein und die Blutung wurde gestillt, mehr konnte man für Mori nicht tun. In den nächsten Tagen schonte Mori zwar ihren Fuß etwas, war aber genauso aktiv wie sonst auch, was jedoch immer mal wieder zu kleineren Blutungen führte. Nach wenigen Tagen fiel dann die Kralle ab und es war noch ein Krallenstumpf zu erkennen, der nach ca. 14 Tagen ebenfalls abfiel. In der Zwischenzeit ist die Wunde gänzlich verheilt, jedoch ist es noch fraglich, ob eine neue Kralle wächst. Mori stört das Ganze überhaupt nicht und das ist ja das Wichtigste. Wenn man denkt, dass Mori daraus gelernt hat.......... sie fliegt immer noch gerne zu Jerrys Käfig und uns stockt jedes Mal der Atem. Da wir nicht alle zur gleichen Zeit fliegen lassen können, wird deshalb auch immer mal wieder ein Käfig aus dem Zimmer geschoben, wenn Freiflug angesagt ist.
Seit letztem Sonntag haben wir nun auch unsere zweite "Dame", die wir übrigens Kiwi nennen. Kiwi ist noch sehr blass von den Farben und das Grüne überwiegt noch sehr. Kiwi ist auch eine Handaufzucht, allerdings im Vergleich zu Mori wesentlich schüchterner und sensibler. Beim Züchter turnte sie noch auf meiner Hand rum wie Mori, aber nach dem langen Transport nach Hause war sie recht verängstigt. Kaum wurde die Transportkiste geöffnet, flog sie los. Dieses war ihr erster Flug und Kiwi wusste sicherlich noch nicht, das sie auch fliegen kann. Nach den ersten Bruchlandungen hatten wir sie eingefangen und zu Mori in den Käfig gesetzt. Mori und Kiwi kannten sich eigentlich noch vom Züchter (sind aus verschiedenen Gelegen mit ca. 3 Wochen Abstand), fingen aber dann schnell an sich zu kabbeln. Da wir berufstätig sind, wollten wir sie nicht zusammen im Käfig lassen, ohne sie beobachten zu können. Jetzt ist Kiwi in einem kleinen Leihkäfig und zusammen mit Jerry im Computerzimmer. Kiwi ist noch ziemlich scheu und wenn ich sie aus dem Käfig nehme, fliegt sie gleich im Zimmer umher und ich muss sie irgendwann einfangen, da sie nicht freiwillig zu mir kommt. Ich denke, das ihr Verhalten sich jetzt ständig bessert und sie Vertrauen zu uns aufbaut. Streicheln lässt sie sich jedenfalls im Käfig und es klappt auch sonst jeden Tag ein wenig besser.
30.06.2000
Kiwi ist in der Zwischenzeit mir gegenüber zutraulich geworden. Ich bekomme sie kaum von meiner Schulter weg. Meine Frau hingegen darf Kiwi immer noch nicht streicheln und vor ein paar Tagen war es wohl nur ein Versehen, dass Kiwi auf ihre Hand gegangen ist. Kiwi und Jerry zeigen aber noch kein größeres Interesse für einander. Kiwi war auch schon mal bei Jerry im Käfig, aber der hatte sie dann nach ungefähr 10 Minuten von den oberen Sitzstangen vertrieben. Wir werden noch eine Woche warten und dann soll der erste gemeinsame Freiflug erfolgen. Das Computerzimmer, in dem Jerry und Kiwi momentan untergebracht sind, ist zu klein, als dass Jerry sich raustraut, wenn ich mit dabei bin. Unbeaufsichtigt kann so ein Verpaarungsversuch schnell mal blutig enden. Nächste Woche werden dann Tom und Mori dieses Zimmer beziehen und die anderen beiden kommen ins Wohnzimmer, was wesentlich größer ist.
Tom und Mori sind übrigens seit letztem Samstag zusammen in einem Käfig. Es ist zwar noch nicht die große Liebe zwischen ihnen, aber sie greifen sich zumindest nicht an. Tom hat zwar inzwischen seinen angestammten Schlafplatz eingebüßt, aber sie schlafen immerhin auf einer Sitzstange.
Während ich diesen kleine Bericht schreibe, werde ich gerade von Kiwi geärgert. Neben dem Ausprobieren ihrer Schnabelkraft und meinem Schmerzempfinden, haben es ihr auch die Tasten angetan....... Kiwi lass das....NEIN NICHT DIE ENTFERN-Taste KIWI!!!......Jetzt hat sie mir doch wirklich die Shift-Taste klauen wollen. Kiwi ist wie gesagt richtig frech und mutig geworden. Wir hoffen, dass die Verpaarung von Kiwi und Jerry auch klappen wird.
18.07.2000
Die Verpaarung von Tom und Mori erweist sich doch nicht als so einfach, wie Anfangs erhofft. Nachdem es einige Tage gut mit ihnen klappte, wurde plötzlich Mori von Tom gejagt. Sie durfte kaum noch irgendwo ruhig sitzen und so beschlossen wir, die beiden erst mal wieder zu trennen. Beim gemeinsamen Freiflug wird Tom allerdings immer noch von Mori verfolgt. Die beiden greifen sich aber nicht an, so dass der Freiflug recht ordentlich klappt. Da wir die beiden "Damen" jeden Tag problemlos zum Freiflug rauslassen können, was ja leider mit unseren "Herren" nicht der Fall ist, haben wir auch schon an Eifersucht gedacht, was das neue Verhalten von Tom angeht. Wir versuchen zwar nach Möglichkeit, allen gleich viel Aufmerksamkeit zu schenken, aber das klappt denke ich auch nicht immer. Ein handaufgezogener, zutraulicher Vogel holt sich von selbst mehr Zuwendung.
Bei Kiwi und Jerry im Zimmer ist ein neuer
Kletterbaum entstanden. Es wurde von mir ein wenig handwerkliches Geschick
verlangt und schon ist ein neuer Landeplatz vorhanden. Das Spielzeug für den
Freisitz wird hoffentlich in den nächsten Tagen fertig. Ich denke, dass es aber
auch so schon recht schön geworden ist.
Das Zimmer wurde jetzt mit Parkett versehen, so dass jetzt auch der Papa-Schmutz
schnell zu entfernen ist. Wenn die Verpaarungen geklappt haben, soll in diesem
Raum eventuell eine große Zimmervoliere entstehen. Platz hierfür ist für eine
Volierengröße von 3m X 1m X 2m vorhanden. Da wir aber unterschiedliche
Aussagen bezüglich der Verträglichkeit von Mohren untereinander gehört haben,
sind wir immer noch ein wenig am Schwanken, ob wir es probieren sollten. Auf
jeden Fall müssten dann alle vier gleichzeitig die neue Voliere beziehen, so
dass keiner irgendwelche Revieransprüche im Vorwege stellen kann.
Kiwi ist immer noch misstrauisch anderen gegenüber. Wir haben zur Zeit den Verdacht, dass sie Frauen nicht so gerne mag. Letztes Wochenende hatten wir Besuch und der Mann durfte sie sofort streicheln, bei seiner Freundin ist Kiwi geflüchtet. Meine Frau darf Kiwi jetzt mittlerweile schon mal vorsichtig streicheln.
Heute waren Kiwi und Mori zusammen auf dem Kletterbaum
und haben sofort miteinander gespielt. Sie beißen sich zwar schon mal ein wenig
in den Flügel und in die Füße, aber im anderen Moment wollen sie sich auch
schon wieder gegenseitig füttern. Wenigstens verstehen sich schon mal zwei
recht gut!
Wie wir aber schon von anderen Papageienhaltern erfahren haben, wird die
Verpaarung unserer wohl durchaus ein paar Monate dauern können, aber wir werden
das schon auch noch hinkriegen.
26.07.2000
Die Verpaarung ist leider noch nicht sonderlich fortgeschritten. Die Racker verstehen sich beim Freiflug ganz ordentlich, aber in den Käfigen wird das Revier nach wie vor verteidigt. Wir haben uns jetzt zu einer Voliere durchgerungen und schon einige Angebote eingeholt. Die Voliere bekommt einen Trennschieber, so dass man jeder Zeit schnell und einfach eine Trennung schaffen kann. Wir werden es aber auf jeden Fall erstmal mit allen Vieren gleichzeitig probieren, was natürlich das Schönste wäre.
Jetzt im späten Sommer gibt es in der Natur herrliches
Futter für unsere Mohren. Neben Mais haben wir das erste Mal Hagebutten
verfüttert, was auch ganz gut angenommen wurde.
Auf dem Bild ist Mori gerade mit ihrer Hagebutte fertig. Es wird natürlich
damit "rumgesaut" wie es sich für einen Papagei gehört. Heute haben
sich Mori und Kiwi das erste Mal nicht nur ein Schnabelgefecht geliefert,
sondern auch richtig schön gekrault. Ich gebe aber zu, dass man schon
ordentliche Nerven haben muss, wenn man sieht, wie sie sich um die Augen herum
benagen. Wirklich sanft sieht es auf jeden Fall nicht gerade aus, was sie da
veranstalten.
Jerry hat das Ganze aus sicherer Entfernung vom Käfig aus beobachtet und
sicherlich gedacht: "Übt das erst einmal schön mit dem Kraulen und dann
könnt ihr das später auch bei mir machen"
Tom, Jerry und Kiwi werden übrigens momentan mit Bachblüten gegen ihre Angst vor verschiedenen Situationen behandelt. Wenn sich große Erfolge einstellen, werde ich natürlich auch hiervon berichten.
11.09.2000
Endlich ist es soweit. Die neue Voliere wurde bezogen!
17.10.2000
Die Voliere wurde von der Bande gut angenommen. Es wird geturnt und geflogen und es ist einfach schön, die Mohren darin zu beobachten. Die Herren sind inzwischen nicht mehr ganz so scheu und Tom und Mori sind sogar häufiger zusammen auf dem Kletterseil zu sehen. Der Abstand ist hierbei "nur" noch 20 cm und sie scheinen sich aneinander zu gewöhnen. Bei Kiwi und Jerry ist eigentlich das Verhalten geblieben, wie es von Anfang an war. Kiwi darf oberhalb von Jerry sitzen und als erstes den Futternapf in Beschlag nehmen, aber muss wegfliegen, wenn Jerry irgendwo hin möchte. Es scheint die beiden aber nicht zu stören, dass es so ist.
Leider können die handzahmen Mädchen derzeit nicht täglich raus zum Schmusen, da sie bei der Rückkehr in den Käfig von Tom und Jerry angegriffen werden. Auch der Versuch, die beiden Herren in der Zwischenzeit mit leckeren Pistazien zu verwöhnen, half nicht die Angriffe zu verhindern. Jetzt kommen sie nur alle paar Tage mit raus und das dann ohne Probleme. Wenn Kiwi oder Mori draußen ist, wird nur wenig geflogen und viel gekuschelt. Der fehlende Flugzwang zeigt, dass sie zum Fliegen genug Platz in der Voliere haben. Auf der Seite mit den Bildern sind ein paar Neue von Mori, die gerade ihre Streicheleinheiten abholt.
04.12.2000
Es hat geklappt.........
Tom und Mori sind sich endlich näher gekommen. Nach ca. 2 1/2 Monaten war es das erste Mal, dass Tom und Mori nebeneinander gesessen und sich liebevoll gekrault haben. Es war für uns das schönste Weihnachtsgeschenk das wir bekommen konnten. Es war wirklich schon lange her, dass wir das bei einem unserer Herren beobachten konnten. Tom und Mori schleichen sich nun gegenseitig an, teilweise gibt es auch mal ein kleines Schnabelgefecht , aber meistens wird sich gegenseitig gekrault oder sogar gefüttert!! Die ersten Tage haben sie sich dafür wohl noch richtig geschämt, immer wenn sie gemerkt hatten, dass sie von uns beobachtet werden, gingen sie schnell auseinander oder kratzten sich schnell an den Köpfen, ganz nach dem Motto "wir haben doch überhaupt nichts gemacht.....". Inzwischen ist es uns sogar gelungen, ein paar Beweisfotos von dem jungen Glück zu machen..........
Jerry und Kiwi sind zwar noch nicht so weit, aber auch bei ihnen wird der Fluchtabstand immer geringer. Jerry duldet es inzwischen sogar, dass beide mal kurzzeitig auf einer Sitzstange sind, aber das ist noch die Ausnahme. Kiwi darf mittags sogar auch mal auf dem Schlafplatz von Jerry schlafen, ob das jetzt ein gutes Zeichen ist, wird sich wohl erst in der Zukunft zeigen.
01.01.2001
Es sind wieder einige Wochen vergangen. Unser Liebespaar Tom und Mori ist glücklich vereint und Tom wird auch uns gegenüber immer mutiger. Wenn Mori mal raus kommt, will sie kaum noch fliegen und ist glücklich, wenn sie wieder zu ihrem Tom darf. Da sie aber auch freiwillig aus der Voliere krabbelt, lassen wir sie trotzdem raus.
Bei Jerry und Kiwi ist es immer noch nicht die große Liebe, aber sie sitzen teilweise auch schon zusammen an den Fressnäpfen. Kiwi sitzt auch gerne auf der etwas tieferen Stange, direkt vor Jerry und "himmelt" diesen an. Wenn Jerry dann noch etwas Leckeres im Schnabel hat, wird kräftig gebettelt, aber er gibt noch nicht nach.
Die Volierenlösung hat sich bisher gut bewährt, es ist sehr schön, die Mohren darin zu beobachten. Die Reinigung des Bodens und das Erneuern von Spielzeugen und Kletterseilen funktioniert ohne größere Probleme. Die Lösung, den Volierenboden mit Papier auszulegen funktioniert zum Glück auch noch. Jerry und Kiwi spazieren zwar des öfteren auf dem Boden herum, haben aber noch nicht entdeckt, dass man das Papier auch so schön zerfetzen kann :-))
Heute habe ich mal versucht, Kiwi beim Fliegen zu fotografieren, ist ja nicht einfach, aber trotzdem geglückt. Kiwi kann sogar in der Voliere RÜCKWÄRTS fliegen! Wenn sie auf dem Boden sitzt und auf das Seil möchte, fliegt sie ca. 1,5 Meter nach oben und bis zu 0,5 Meter rückwärts dabei. Im Freiflug kann sie auch wunderbar auf der Stelle fliegen wie ein Hubschrauber, leider aber nicht, wenn sie dabei fotografiert werden soll. Jetzt aber die versprochenen Flugbilder:
11.03.2001
Nach einer etwas längeren Pause, soll dieser
Bericht natürlich weiter gehen. Die Ausgangssituation ist nach wie vor die
gleiche. Tom und Mori sind ein, ich würde sagen, glückliches Paar und füttern
und kraulen sich fast täglich. Das Kraulen übertreibt Mori in letzter Zeit so
stark, dass Tom ein paar Federn im Nacken lassen mußte.
Tom hält aber immer wieder den Kopf hin, so dass Mori keine Probleme hat, an
die Federn ranzukommen. Dieses beunruhigte uns anfänglich und wir wussten nicht
so recht, was wir davon halten sollten. Da dieses Verhalten aber nicht selten
bei der Balz zu beobachten ist und nichts mit dem Rupfen zu tun hat, griffen wir
nicht ein. Inzwischen wächst der Nacken auch schon wider etwas zu, so dass
unsere Entscheidung die richtige war. Vor ein paar Wochen wurde Tom dermaßen
von Mori gejagt, dass wir Angst hatten, dass die Verpaarung nun zerbrechen
würde. Am nächsten Tag war es aber wieder Mori, die gejagt wurde - es war also
nur ein "Ehekrach".
Mori hat sich prächtig entwickelt und die abgebissene
Kralle wächst langsam aber sicher nach. Wenn wir es nicht besser wissen
würden, könnte man meinen, dass Mori von einer Ente abstammt. Das Wasser ist
ihr liebstes Spielzeug, ob es nun reichlich getrunken wird, Obst darin
eingeweicht wird, oder der ganze Vogel im Trinknapf verschwindet.
Mori kann inzwischen richtig schön pfeifen, was sie auch ausgiebig am Morgen unter Beweis stellt. Es sind zwar nur immer kleine Pfiffe, die sie erlernt, aber sie versucht immer wieder neue rauszubringen. Teilweise kommt da schon ein interessanter Mix bei raus, der sie selbst zu erstaunen scheint, weil sie manchmal minutenlang danach schweigt.
Bei Jerry und Kiwi will sich die Verpaarung noch nicht einstellen. Sie können zwar nicht ohne einander, aber zu dicht mögen sie es auch nicht. Jerry und Kiwi gucken sich alles voneinander ab und in den letzten Wochen versucht Kiwi abends immer die Schlafstange von Jerry mit zu benutzen. Wenn Jerry schon müde genug ist, lässt er sie sitzen, andernfalls verscheucht er sie. Wer nun meint, Kiwi ließe sich davon beeindrucken, der irrt. Sie schleicht sich dann geschickt von unterschiedlichen Seiten an, nach dem Motto "der merkt das bestimmt nicht". Kiwi und Jerry sind gerne auf dem Volierenboden und finden da immer brauchbare Dinge, die sie sich gegenseitig abzunehmen versuchen.
Auf der Schaukel ist Kiwi zu sehen, die gerade ansetzt, um zu mir zu springen. Kiwi ist immer noch sehr auf mich fixiert und würde mich am liebsten den ganzen Tag füttern. Jerry beobachtet das Ganze immer sehr genau und fängt an zu schimpfen, wenn es zu viel wird.
Die Mohrenbande liebt inzwischen das tägliche Obst, so
dass zum Teil nur noch wenig Körnerfutter zu sich genommen wird.
Das Körnerfutter wird aber trotzdem ausreichend angeboten, so dass die
Papageien sich ihre tägliche Ration selbst aussuchen können. Wenn die
Obstschale in die Voliere kommt, ist die Gier teilweise so groß, dass alle
gleichzeitig an den Näpfen sind. 
Wir versuchen immer wieder Lösungen zu suchen und zu finden, um den Geiern ein möglichst schönes Leben zu ermöglichen. Das größte Problem ist, dass sich die "Paare" durch den Schlitz in der Trennwandaufnahme angiften. Wir würden gerne einen regelmäßigen Freiflug ermöglichen, aber die Aggressivität ist bei den Mohren einfach zu groß. Vor einigen Wochen ist Mori als sie raus wollte an die Volierenhälfte von Jerry und Kiwi rangeflogen. Jerry griff sie sofort an und biss sogar in meine schnell dazwischen geschobene Hand. Jerry würde unter normalen Umständen nie zu meiner Hand fliegen. Ich denke dadurch ist mehr als deutlich, wie diese kleinen Papageien ihr Revier verteidigen wollen. Eine Überlegung ist es nun, eine zweite Voliere anzuschaffen und die beiden Paare räumlich zu trennen, um dann einen gefahrlosen Freiflug zu ermöglichen. Im Wohnzimmer würde der Platz hierfür zwar zur Verfügung stehen, aber bei Feiern oder ähnlichen Anlässen, hätten sie hier nicht so viel Ruhe. In der jetzigen Voliere ist vom Prinzip her genug Platz und bei längeren Beobachtungen ist auch zu erkennen, dass sie darin reichlich fliegen und sich bewegen. Wir werden den Gedanken der zweiten großen Voliere sicherlich noch einige Monate überdenken.
18.11.2001
Der Bericht über unsere vier Mohren soll natürlich weitergehen und da bietet sich dieser verregnete Tag gerade zu an, mal wieder etwas zu schreiben.......
Die Planung für die zweite Voliere schreitet weiter fort. Es wurde schon eine Zeichnung erstellt und ein Angebot liegt vor. Das zusätzliche Papageienzimmer geht über zwei Etagen und muss noch etwas umgestaltet werden. Ein Schrank muss noch einen anderen Platz finden und die Dachfenster müssen erneuert werden. Wir hoffen aber, dass zum Frühjahr das Projekt abgeschlossen wird und die Hähne dadurch auch wieder zu ihrem Freiflug kommen werden.
Mori hat vor ca. 8 Wochen damit begonnen, sich die
Deckfedern an Brust und zum Teil am Rücken abzubeißen. Die Schwanz- und
Schwungfedern hat sie aber in Ruhe gelassen, so dass sie noch voll flugfähig
ist. Die Gründe für das Rupfen können leider so vielfältig sein, dass wir
nur spekulieren können, woran es bei ihr liegt. Nach vielen Gesprächen mit
Züchtern, einer Tierärztin und anderen Haltern wird es bei Mori vermutlich die
beginnende Geschlechtsreife sein. Die Jahreszeit kommt für eine Brutstimmung in
Frage und ihre 2 3/4 Jahre sprechen auch dafür. Das Problem ist allerdings,
dass sie die körperlichen Veränderungen sicherlich noch nicht richtig deuten
kann und ihr Tom auch keine Anstalten macht, den entscheidenden Schritt zu einer
Kopulation zu machen. 
Viele Mohrendamen beginnen kurz vor der Eiablage damit, sich die Brust und das Gefieder um die Kloake zu rupfen. Dieses hat neben hygienischen Gründen (Bereich Kloake) auch den Hintergrund das Nest auszupolstern und im Bereich der Brust besser die Wärme auf die Eier/Küken übertragen zu können. Wie sich nun allerdings das Rupfen bei Mori entwickelt, können wir momentan nicht sagen. Auf jeden Fall werden wir nun eine Zuchtgenehmigung beantragen, damit wir überhaupt einen Nistkasten aufhängen dürfen und somit den Mohren einen weiteren Schritt für ein artgerechtes Leben ermöglichen können. Eine Zucht streben wir allerdings nicht an, da wir die Abgabe der kleinen Mohren sicherlich nicht übers Herz bringen könnten. Hier gibt es aber verschiedene Varianten, die man anwenden könnte. Die Eier könnten durch Gipseier ersetzt werden oder aber, die Eier könnten geschüttelt oder angestochen werden.
Mori ist aber bis auf die fehlenden Federn ein sehr verspielter und aktiver Papagei. Ihr scheint der Verlust der Federn nichts auszumachen und sie erfreut sich bester Gesundheit. Vor ein paar Tagen habe ich von der Theorie gehört, dass als zusätzliches Problem in der Heimhaltung eine zu gute Ernährung der Tiere vermutet wird. Unsere Papageien bekommen - anders als in der Natur - ständig alle notwendigen Nährstoffe angeboten und es gibt keine "schlechten" Zeiten. Hierdurch strotzen sie förmlich vor Energie und werden sie gerade bei zusätzlichen Hormonschwankungen nicht immer los. Ob an dieser Theorie was dran ist und ob dieser Sachstand auch für ein Rupfen in Frage kommt, kann ich natürlich nicht beantworten, aber es ist für mich durchaus plausibel.
Der Rest unserer Bande ist nach wie vor sehr gut drauf und turnt, spielt, lärmt und albert rum wie immer. Kiwi und Jerry sind oft zusammen beim Fressen und spazieren gerne zusammen auf dem Volierenboden umher. Solange immer noch ein kleiner Sicherheitsabstand eingehalten wird, vertragen sie sich sehr gut. Für ein gegenseitiges Kraulen oder Füttern reicht es allerdings noch nicht. Hier werden wir wohl noch etwas Geduld aufbringen müssen.
Kiwi mag nach wie vor außer mir keinen anderen Menschen und drückt dieses gerne in Beißen aus. Das Gemeine ist, dass sie so oft so niedlich dasitzt, vor sich hin zwitschert, den Kopf runter hält, so dass jeder glaubt, die möchte so gerne gekrault werden. Wenn sich dann jemand traut, dreht sie sich blitzschnell um, um herzhaft zuzubeißen........ (Marion, ich hoffe Deinem Finger geht es wieder gut!)
17.11.2002
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